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Verwirrtheit verschwindet, wenn die Medikamente verringert werden.

vor 5 Jahren
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Zu viele Medikamente machen Senioren krank
Es folgt untenstehend ein Auszug aus
http://tinyurl.com/y8nfwxq
Ein Beitrag mit 6minütigem Video hierzu finden Sie auch auf
http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=16742&mode=play

Ärzte schätzen, dass Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente 35 Prozent aller Beschwerden von Senioren verursachen.

"Die Alten sind die am stärksten und schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe in der gesamten westlichen Welt und sie haben eigentlich keine richtige Lobby, die für sie kämpft", sagt Prof. Martin Wehling vom Institut für klinische Pharmakologie Mannheim. "Im Bereich der Arzneimittelversorgung ist sicher die Fehlversorgung dieser Gruppe ein wesentlicher Beitrag zu 20.000 Arzneimittel-Toten pro Jahr, die wir in Deutschland annehmen müssen. Vergleichen Sie das einmal mit 5000 Verkehrstoten pro Jahr."

Oftmals werde die Wirkung der Medikamente nicht an alten Menschen getestet. "Das ist natürlich ein riesiger Misstand, weil wir wissen, dass der alte Organismus sich deutlich ändert", so Wehling. "Die Ausscheidungsfunktionen, aber auch die Zielorgane für die Arzneimittelwirkung, verändern sich und das muss man berücksichtigen."

"Ältere erhalten wilde Mischungen von Wirkstoffen"
Auch einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zufolge weist die Behandlung älterer Menschen mit Medikamenten "besorgniserregende" Mängel auf. "Die Patienten werden mit wilden Mischungen von Wirkstoffen behandelt, die sich teils in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben und teils Wechselwirkungen hervorrufen können, über die man kaum Kenntnisse hat", fasste der Bochumer Altersmediziner Ulrich Thiem im Dezember 2009 das Ergebnis der Untersuchung zusammen.

Eine Befragung von 2500 Patienten über 70 Jahren ergab, dass im Durchschnitt jeder Befragte regelmäßig sechs verschiedene Medikamente einnahm. Je älter der Patient war, desto höher war die Zahl der Präparate. Bei einigen Patienten waren es mehr als zehn. Zu den am häufigsten verordneten Präparaten gehörten Blutdruckmedikamente, Blutfettsenker und Diabetesarzneien.

Nebenwirkungen können bis ins Krankenhaus führen

Viele Tabletten auf einmal können bis ins Krankenhaus führen
Auf das Problem, dass ältere Patienten mit Mehrfacherkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes häufig verschiedene Arzneimittel gleichzeitig einnähmen, weist auch die Pharmakologin Petra Thürmann von der Universität Witten/Herdecke hin. Das Aufeinandertreffen verschiedener Wirkstoffe könne schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. "Ein erheblicher Anteil dieser Nebenwirkungen führt zur sofortigen Einlieferung ins Krankenhaus." Die Probleme reichten von Magenbeschwerden über Kreislaufprobleme bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Die Pharmakologin arbeitet in einem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt daran, die medikamentöse Therapie für Senioren zu verbessern.
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Ein Umdenken bei der Behandlung von Senioren
Um die Gefahren des gleichzeitigen Konsums so vieler Medikamente zu verringern, plädierten die Bochumer Mediziner für ein Umdenken. Da es unmöglich sei, alle Erkrankungen gleichermaßen zu behandeln, müssten die Probleme vorrangig angegangen werden, die für den Patienten besonders wichtig seien. "Ein 80 Jahre alter Patient mit Bluthochdruck und Arthrose wünscht sich erfahrungsgemäß zuallererst, seinen Alltag weiterhin alleine bewältigen zu können. Dafür braucht er Schmerzmittel. Ob er Bluthochdruck hat, der auf mehrere Jahre hinaus sein Schlaganfallrisiko erhöht, ist ihm nicht so wichtig", erklärte Thiem.

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Kommentar von Rolf Keppler:
Ein neunzigjähriger in meinem Verwandtenkreis ist nach langjähriger Einnahme eines Medikamentes für Parkinson fast gehunfähig geworden.
Nachdem sein „Parkinsonmittel" weggelassen wurde, verschwanden die Beschwerden und konnte er wieder gehen und musste nicht mehr gefüttert werden.
Die Ärzte wissen sich nicht mehr zu helfen und verschreiben immer mehr Medikamente.
Kaum ein Arzt wagt es, auch mal zu sagen, dass man dieses oder jenes Mittel mal weglassen könnte oder sollte. Daher wird die Medikamentenliste bis zum Ableben in der Regel immer höher.

Meine Homepage:
www.rolf-keppler.de

Meine Rundbriefe finden Sie auf
http://www.rolf-keppler.de/briefe/