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Schockmoment im Norden Japans: Nordkoreanische Rakete löst Alarmsirenen aus

vor 2 Jahren
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Nordkorea hat in der Nacht zu Dienstag erneut eine Rakete abgeschossen. Dabei soll es sich um eine ballistische Mittelstreckenrakete des neuartigen Typs Hwasong-12 handeln, die etwa 2.700 Kilometer zurücklegte und dabei auch den Norden Japans beziehungsweise die japanische Insel Hokkaido überflog, bevor sie in den Pazifik stürzte. Durch die Rakete wurden das „J-Alert-Warnsystem“ ausgelöst. Das System wurde im Jahr 2007 in Betrieb genommen und soll die Bevölkerung rechtzeitig vor verschiedenen Bedrohungen warnen. Zahlreiche Nutzer in sozialen Medien luden Videos hoch, in denen die lauten Sirenen zu hören sind. Außerdem haben die Bewohner auf Hokkaido eine Warnnachricht auf ihr Handy mit dem Text: "Raketen-Überflug! Raketen-Überflug!" erhalten. Kurz darauf gingen in den japanischen Städten entlang der Flugbahn die Sirenen an. Radio- und TV-Sender unterbrachen ihr Programm, um die Bevölkerung zu warnen. Bürger wurden aufgefordert, sich in Sicherheit, in stabile Gebäude und Bunker, zu bringen. Premierminister Abe nannte den Raketenstart eine „beispiellose, ernste Bedrohung“. Es wird vermutet, dass Nordkorea den Raketenstart als Antwort auf das riesige, jährlich stattfindende Ulchi-Militärmanöver der USA und Südkoreas unternahm. An diesem sind Zehntausende Soldaten beteiligt. Die nordkoreanische Regierung sieht darin eine Kriegsvorbereitung gegen ihr Land. Südkorea, Japan und die USA haben daraufhin den Sicherheitsrat einberufen und wollen Nordkorea weiter sanktionieren. China und Russland hatten gefordert, die Ulchi-Übungen einzustellen, um weitere Eskalationen in der Region rund um die koreanische Halbinsel zu umgehen.


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