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Libysche Küstenwache liest 200 Menschen auf Mittelmeer auf und bringt sie zurück nach Libyen

vor 1 Jahr
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Die libysche Küstenwache hat am Mittwoch rund 200 Migranten im Mittelmeer vor der Küste 70 Kilometer östlich von Tripolis aufgelesen. Die Migranten stammen aus Syrien und verschiedenen afrikanischen Ländern. Sie wurden auf einen libyschen Marinestützpunkt gebracht. Dort erhielten sie medizinische Versorgung. Im Anschluss hat die libysche Einwanderungsbehörde, die sich mit illegaler Migration beschäftigt, die Aufgegriffenen übergeben. Diesen wurden in verschiedene Flüchtlingslager gebracht.

Einer der Migranten erklärt, dass er unbedingt nach Italien wolle, um Fußball spielen zu können, was ihm in seinem eigenen Land laut eigenen Aussagen nicht möglich war. In den vergangenen Jahren war es zu besonders vielen Menschenschlepper-Touren über das Mittelmeer gekommen. Je mehr Menschen die gefährliche Reise antraten, desto mehr ertranken. Allein in diesem Jahr waren es weit über 2.000 Menschen. Rund hunderttausend Personen überlebten die Überfahrt und erreichten seit Januar Italien.

Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien entschlossen sich schließlich dazu, enger mit afrikanischen Staaten zusammenzuarbeiten, um die Migration über das Mittelmeer einzudämmen. Die westlibysche Regierung rief Mitte August eine 74 Seemeilen breite Such- und Rettungszone vor der Küste bis in internationale Gewässer hinein aus, um die Migranten und Flüchtlinge aufzuspüren und zurückzubringen. Innerhalb kürzester Zeit schwand die Anzahl der Menschen, die Italien illegal über das Mittelmeer erreichten, um 90 Prozent. Bei dem Aufgreifen von Menschen auf dem Mittelmeer kam es auch zu Warnschüssen auf Rettungsboote von Nichtregierungsorganisationen. Kritiker werfen den Organisationen vor, mit Schleppern zusammenzuarbeiten. Die libysche Küstenwache wird finanziell und technisch von der EU unterstützt.

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