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Berufung statt Beruf – Von der Industrieschneiderin zur erfolgreichen Schuhladenbesitzerin

vor 2 Jahren
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Eine tiefe Lebenskrise weckte in Sabine die Feinfühligkeit für ihr Herzensanliegen. Dem bewußten und natürlichen Gehen des Lebensweges widmet sie sich nun als selbstständige Barfußschuhhändlerin.

Als Musterschülerin folgte sie nach dem Abitur besinnungslos dem Beruf der Mutter. Architektin wäre sie gerne geworden, doch davon gäbe es schon zu viele. Qualvoll war die Ausbildung zur Industrieschneiderin. Bei aller Monotonie hielt sie durch.
Textildesign hätte sie gerne gemacht. Sie scheiterte an der Aufnahmeprüfung und studierte schließlich Bekleidungstechnik. Während eines Intermezzos in Südspanien stieg sie interessiert, aber ohne wirkliche Freude, in eine kleine Unternehmensberatung ein. Schöne Lebensgefühle waren der Freizeit vorbehalten.
Nach einem Aufbaustudium in internationalem Marketing fand sie Anstellung bei einem Nähmaschinenhersteller. Sie entdeckte, dass ihr das Sprechen und Vermitteln bei Vorträgen Freude bereitet. Zunehmend störte sie sich jedoch an den Begrenzungen als Angestellte. Ihr Drang nach Freiheit und Selbstwirksamkeit wurde immer stärker und zieht sich wie ein roter Faden durch ihr weiteres Leben. So wurde sie trotz anerzogener Ängste nach der Geburt ihrer ersten Tochter Freiberuflerin.
Durch die Empfehlung eines guten Freundes kam sie zu einem Auftrag in der Automobilbranche bei einem Beratungsunternehmen und leitete dort als freie Mitarbeiterin ein Projektteam. Die Erfahrung sammelte sie erst in ihren Trainings. Der festgeschriebene Weg einer Ausbildung erschien ihr fortan nicht mehr unverrückbar und alternativlos.
Finanzielle Engpässe, eine Beziehungskrise und schließlich eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik wegen Depressionen folgten. Die Diagnose Depressionen, die nichts anderes als eine tiefe perspektivlose Traurigkeit zum Ausdruck bringt, gab ihr keine Handlungsperspektive. Doch ihre Haltung zur der Depression änderte sich: Sie setzte die Medikamente ab und stellte sich und ihr Leben grundlegend in Frage. Nach ihrer eigenständigen Entlassung aus der Klink durchlebte sie viele Höhen und Tiefen. Der entscheidende Wendepunkt kam jedoch erst mit dem absoluten Tiefpunkt. In der Stimmung, am nächsten Morgen nicht wieder aufstehen zu wollen, erfuhr Sabine plötzlich heilsame Entspannung. Es war die Aufgabe des Kampfes - ähnlich wie bei einer Spontanheilung - die ihren Heilungsprozess in Gang setzte.
Erst jetzt kam die zündende Idee des eigenen Schuhladens. Gegen alle Erwartung erhielt sie einen Kredit. Der Schuhladen wurde freudvolle Wirklichkeit und nährte sie von Anfang an. Die Trainingstätigkeit begleitet sie nebenbei: „Ich liebe es, diese Geschichte zu erzählen und damit Menschen zu motivieren, ihren Impulsen zu folgen und den althergebrachten Gesetzen der Geschäftswelt (ꞌEs muss schwierig seinꞌ, ꞌEs muss alles bis ins Detail geplant seinꞌ, ꞌIch muss kämpfenꞌ, ꞌIch muss mich anstrengenꞌ usw.) zu trotzen, indem sie Wege ausprobieren und Dinge erschaffen, die eigentlich gar nicht gehen.“

http://www.sabinebürkle.de