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Medienkommentar: Der Credit-Suisse Schauprozess | 21.Mai 2014 | klagemauer.tv

vor 5 Jahren
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www.kla.tv/index.php?a=showportal&keyword=wirtschaft&id=3141

Meine Damen und Herren, seit vorgestern darf man die schweizerische Grossbank Credit Suisse (CS) offiziell als „kriminelle Organisation" und als „Verschwörer" bezeichnen. Warum? Nachdem das US- Finanzministerium eine beispiellose Drohkulisse aufgebaut hatte, musste die schweizerische Bank vorgestern -um ernstere Konsequenzen zu verhindern- vorbehaltlos unter eine US-Anklageschrift kapitulieren: Darin bekennt sich die CS offiziell der "Konspiration" -das meint der Verschwörung- gegen die USA schuldig, muss als "Strafe" 2,6 Milliarden Dollar bezahlen, sich einer 5-jährigen Bewährung unterwerfen und ein US-Kontrollprogramm akzeptieren. In den Dokumenten, die die CS und ihre Geschäfte zum „Kriminalfall" erklären, ist zu lesen, die schweizerische Bank habe sich „unrechtmäßig, freiwillig, vorsätzlich und wissentlich verschworen", um ihren US-Kunden zur Steuerflucht zu verhelfen. Während es die Amerikaner verstehen, ausländische Banken durch medienwirksam inszenierte Schauprozesse als kriminelle Vereinigungen zu brandmarken, lassen sie ihren eigenen Banken bei Steuerbetrügereien weiterhin freien Lauf. US-Banken haben keine Pflicht zum Informationsaustausch mit ihrer Regierung und haben insbesondere im US-Zwergbundesstaat Delaware ein leichtes Spiel. Delaware gilt als wichtigste Steueroase für amerikanische Bürger und wird seit über 100 Jahren von der US-Regierung in dieser Eigenschaft toleriert. Der Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung James Nason sagte dazu: „Jegliche Steuerhinterziehung, die in der Schweiz vermeintlich passiert, ist unbedeutend im Vergleich zu den Milliarden, die US-Bürger und der Rest der Welt über Scheinfirmen in Delaware abwickeln». 130 000 neue Firmen entstehen jährlich in Delaware, so ein Bericht der US-Regierung. Viele davon bestehen lediglich aus Name, Konto und Briefkasten. Bis zu fünf Billionen Dollar ausländischer Gelder sind in Delaware versteckt, lauten Schätzungen. „Kapital, das in die US-Wirtschaft fliesst und anderen Ländern entgeht", schlussfolgert die schweizerische Weltwoche. Meine Damen und Herren, ist Steuerbetrug also nur erlaubt, solange sie der US-Wirtschaft dient? Wären amerikanische Forderungen nicht glaubwürdiger, wenn die USA selbst mit gutem Beispiel vorangehen würden? In diesem Sinne noch einen schönen Abend und bis morgen.

Quellen/Links:
- http://konjunktion.info/2014/05/deutsche-bank-und-credit-suisse-von-kapitalerhoehungen-und-kriminellen-organisationen/
- http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/usa-vs-credit-suisse-die-verschwoerer/9917758.html
- http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-11/artikel-2009-11-usa-steueroasen.html http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Unfairer-Heimvorteil/story/19415939