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Tagesdosis 9.5.2019 - Schleichende Prozesse oder die neue Unterklasse

vor 5 Monaten
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Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:https://kenfm.de/tagesdosis-9-5-2019-schleichende-prozesse-oder-die-neue-unterklasse/

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Wie lauten die aktuellen Schlagwörter und Themenblöcke, die unsere Medien und damit einen Großteil der Bürger beschäftigen? Klima, Klimaveränderungen und entsprechende Folgen. Europawahlen. Sozialismus. Ein Edeka Spot (1). Englands Monarchie und sein Nachwuchs. Liverpool gegen Barcelona.

Etwas aus dem Blickfeld geraten scheint das große Thema vergangener Monate und Jahre. Die Migration. Scheint zu funktionieren, bzw. keine herausragenden Ereignisse, die es auf Titelblätter schaffen. Es sind eher kleinere Meldungen, die in einer schnelllebigen Zeit rasch verpuffen. Dazu später.

Ich fuhr die Tage auf der berüchtigten Linie 8 der Berliner U-Bahn. Insgesamt zwölf Stationen Hinfahrt und entsprechende Rückfahrt. Man durchfährt vier Bezirke und realisiert in der Unterwelt den schleichenden, aber andauernden Prozeß einer gesellschaftlichen Veränderung. Diese Fahrt beschäftigt mich gedanklich bis heute. Warum fielen mir, der seit über 50 Jahren in dieser Stadt lebt, gerade an diesem Tag die Veränderungen besonders auf?

Die Wahrnehmungen zeigten sich in ihrer Deutlichkeit. Grob zusammengefasst. Es war laut. Schmutzig. Es begegnete einem mehrfach offene Armut. Erbärmlichkeit des Seins. Bildschirm Junkies. Drogenabhängige. Ignoranz im Miteinander. Mein Zielbahnhof hieß Hermannstraße. Tiefstes Neukölln. Ein kurzer Gang zum Zielort und, wie möchte man es formulieren, ein Gefühl des Erstaunens. Junge, dachte ich mir. Neukölln hat sich nochmals verändert.

Meldung Nr.1 vom 6.5.2019:

Zitat: Deutschland kriegt seine Clans nicht in den Griff. Das Problem: Die kriminellen Grossfamilien haben keine Angst vor dem Rechtsstaat. 18 junge Männer aus dem Berliner Bezirk Neukölln haben insgesamt mehr als 200 Straftaten verübt. Sie gehören alle zur Familie Remmo. Die Remmos sind einer der arabischen Familienclans, die den deutschen Rechtsstaat zum Narren halten.(4)

Bevor ich einen Tagesdosis Text schreibe, lese ich sehr breit und recherchiere in die Tiefe. Ich möchte verstehen, bevor ich formuliere. Keine Mutmaßungen, sondern erklären, aufzeigen. Ich fand den Kabarettisten Andreas Rebers. Im Januar formulierte er vor einem erstarrten Publikum bei Nuhr im Ersten, Zitat: Es gibt wohl eine Sendung(…) die heißt Goodbye Deutschland, Deine Auswanderer…da geht es um Leute, die da wo sie auswandern, werden sie nicht vermisst und wo sie einwandern, nicht gebraucht, Zitat Ende. Da konnte das Publikum endlich lachen und klatschen.

Dann formulierte er, Zitat: …wenn du dieselbe Pointe, den selben Witz über libanesische Großfamilien machst…ist es Rassismus, that’s the difference. (2) Das Publikum schwieg. Ich empfehle aus einem Programm des Jahres 2011 seinen Song: Wir reiten auf Kamelen durch Berlin. (3) Das war vor gerade Mal acht Jahren. Ich wäre sehr gespannt auf die heutige Resonanz.

Zurück nach Neukölln, Zitat: Bundesweit soll es etwa zwanzig solcher Clans geben. In Neukölln ist das Phänomen besonders ausgeprägt. Dort leben rund 330 000 Menschen, der Zuwanderer Anteil ist hoch, und jeder vierte Einwohner bezieht Sozialhilfe. Im Herbst wurde hier der sechsunddreissigjährige Intensivtäter Nidal R. aus dem Clan Milieu erschossen – auf offener Strasse, an einem sonnigen Nachmittag(4). Zum Gesamtverständnis der Problematik rate ich ihnen zur Kontraste Dokumentation aus dem Jahre 2018: Clans - Arabische Großfamilien in Deutschland (5).

Bleiben wir in Berlin. Probleme wo man hinschaut. Eine Politik die seit Jahrzehnten in wechselnden Koalitionen fahrlässig, annähernd mutwillig versagt...weiterlesen hier:https://kenfm.de/tagesdosis-9-5-2019-schleichende-prozesse-oder-die-neue-unterklasse/

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