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Tagesdosis 17.9.2019 - „In einer anderen Liga“

vor 3 Wochen
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Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/tagesdosis-17-9-2019-in-einer-anderen-liga/

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Sollte Netanyahu als Sieger aus den heutigen Wahlen in Israel hervorgehen, rückt der nächste Krieg in greifbare Nähe.

Von Karin Leukefeld.

Am 17. September wird in Israel gewählt. Zwischen dem amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin „Bibi“ Netanyahu und seinem Herausforderer, dem ehemaligen Chef der israelischen Streitkräfte Benny Gantz findet israelischen Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen statt. In den Medien bestimmt Netanyahu das Geschehen. Er nutzt seine Position als Ministerpräsident, um Fototermine mit anderen wichtigen politischen Führern zu erhaschen, die kurz vor den Wahlen seine internationale Bedeutung unterstreichen sollen.

Ein überdimensionales Wahlplakat mit dem Slogan „Netanyahu in einer anderen Liga“ zeigt Netanyahu im Händedruck mit US-Präsident Donald Trump. Ein Kurztrip nach London, um mit dem britischen Premierminister Boris Johnson und Verteidigungsminister Mark Esper Hände zu schütteln. Ein dreistündiges Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi.

In der Kommentarspalte der Jerusalem Post wird Netanyahu ob seines dichten Terminkalenders gelobt: „Die arabische Welt implodiert, während die Muslime sich gegenseitig abschlachten. Israel ist die Speerspitze im Kampf um Demokratie gegen islamistischen Fanatismus“, schreibt „CyanRocket“. Tatsächlich sei „Israel ein sehr armseliges Beispiel für eine Demokratie“, entgegnet „Olive Ring“. „Das Apartheidsystem, das in Israel über Jahre hin entwickelt wurde, ist eine beschämende Farce.“

Netanyahu fechten innenpolitische Kritik und Missstände nicht an. Selbst das gegen ihn eröffnete Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs und Korruption verdrängt er, weil er Wichtigeres zu hat. Netanyahu ist nicht nur Ministerpräsident, er ist auch Außen- und Verteidigungsminister in einer Person. Seit Wochen weist er die israelischen Streitkräfte (IDF) an, Ziele in den Nachbarstaaten Libanon, Syrien, Irak und im Gazastreifen anzugreifen, um Israel zu retten und die Wahlen zu gewinnen. Das geht so weit, dass israelische Kommentatoren wie Ben Caspit berichten, manch einer in Israel frage sich inzwischen, ob es zu den Wahlen überhaupt kommen wird oder ob der Krieg vorher ausbrechen wird: „Wird es eine neue Regierung geben oder Krieg?“

Benjamin „Bibi“ Netanyahu schürt die Kriegsangst unter den Wählern und beschwört die Gefahr, in der Israel schwebt. Umgeben von Feinden müsse das Land militärisch stark sein und zuschlagen, bevor es selber getroffen werde. Nur er, Netanyahu habe die Größe und Stärke, Israel zu schützen, lautet seine Wahlkampf-Botschaft.

„Wenn jemand kommt, um Dich zu töten, erhebe Dich und töte zuerst“, zitierte Netanyahu kürzlich einen Satz aus dem Talmud, der zum Motto gezielter Morde israelischer Geheimdienste geworden ist. Das war, als Journalisten ihn fragten, ob Israel hinter einer ganzen Reihe von Angriffen im Irak stecke. Die Nachrichtenagentur AP zitierte Netanyahu mit den Worten, es gäbe „keine Immunität für den Iran, nirgends“. Israel werde handeln „und wir handeln jetzt gegen sie, wo immer es notwendig ist.“

Für Netanyahu scheint so ziemlich jeder, der es wagt, sich ihm und den israelisch-westlichen Interessen zu widersetzen, aus dem Iran zu kommen und damit ein potentielles militärisches Ziel zu sein. Ob die Hamas im Gazastreifen, die libanesische Hisbollah, Syrien oder der Irak — alle drohen angeblich Israel mit der Vernichtung, weil sie mit dem Iran verbündet sind...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-17-9-2019-in-einer-anderen-liga/

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Dieser Beitrag erschien am 17.9.2019 im Rubikon- Magazin für die kritische Masse.

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Bildquelle: Roman Yanushevsky/ Shutterstock

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