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Tagesdosis 14.10.2019 – Brandherde der Woche: Finanzsystem und Naher Osten

vor 1 Monat
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Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/tagesdosis-14-10-2019-brandherde-der-woche-finanzsystem-und-naher-osten/

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Während ein großer Teil der Menschen zurzeit kaum ein anderes Thema kennt als den Klimawandel, laufen gleichzeitig - von den meisten unbeachtet - Prozesse ab, die unser Leben noch lange vor einem möglichen Öko-Kollaps von Grund auf verändern könnten.

Vor allem zwei Entwicklungen der vergangenen Woche deuten an, was uns möglicherweise schon bald erwartet: Die Vorgänge im globalen Finanzsystem und die Eskalation im Nahost-Konflikt. 

Zunächst zum Finanzsystem: 

Die Welt rutscht zurzeit unerbittlich in eine Rezession, also eine Schrumpfung der auf Wachstum basierenden Wirtschaft. Normalerweise würden die Zentralbanken deren Auswirkungen durch Geldinjektionen und Zinssenkungen abmildern, doch das wird  diesmal kaum nützen: Mit genau diesen Mitteln haben sie das globale Finanzsystem nämlich die vergangenen zehn Jahre künstlich am Leben erhalten. 

Den Zentralbanken ist somit die Munition ausgegangen. Das hat fatale Folgen, denn das billige Geld hat Investoren, Staaten und Konzerne in großen Scharen zum Schuldenmachen verlockt. Wir haben es heute mit dem höchsten Schuldenstand aller Zeiten zu tun.

Da ein Großteil dieser Schulden in Form von Wertpapieren verpackt und weiterverkauft worden ist, hat sich das Gefahrenpotenzial sogar vervielfacht: Die globale Finanzindustrie sitzt zurzeit auf einem gewaltigen Berg von Schuldverschreibungen, deren Risiken wie unsichtbare schwarze Löcher im gesamten Finanzsektor verstreut sind. 

Da eine Rezession viele Gläubiger dazu veranlassen wird, ihre Kredite einzufordern, viele Schuldner aber ihre Zahlungsunfähigkeit werden erklären müssen, ist damit zu rechnen, dass diese Wertpapiere in der nächsten Krise rasant an Wert verlieren.

Eine ähnliche Entwicklung gab es 2007/08 schon einmal, als Finanzinstitute in aller Welt feststellen mussten, dass sie massenweise wertlose Schuldverschreibungen in Händen hielten. 

Um eine Wiederholung der damaligen Zustände zu verhindern, bleibt den Zentralbanken nun keine andere Wahl als die Geldschleusen zu öffnen, flächendeckend Negativzinsen einzuführen und die Märkte noch stärker als bisher durch verdeckte Käufe zu manipulieren. Damit aber pumpen sie die Blasen an den Finanzmärkten noch weiter auf und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das gesamte Finanzgebäude in sich zusammenbricht. 

In welchem Zustand es sich bereits befindet, zeigt die Tatsache, dass zur Zeit Staatsanleihen im Wert von 17 Billionen US-Dollar negativ verzinst werden und vergangene Woche sogar dreimonatige griechische Staatsanleihen zum ersten Mal mit negativer Rendite verkauft wurden – Staatsanleihen eines Landes, das nicht einmal in der Lage ist, Zinsen auf seine bestehenden Schulden zu bezahlen!

Da kein normaler Anleger freiwillig derartige Verluste macht, kann man davon ausgehen, dass hinter diesen Käufen die Zentralbanken stehen, die den Käufern die Verlustpapiere nach dem Kauf unter dem Siegel der Verschwiegenheit abnehmen und ihnen dafür auch noch eine Provision zahlen.

Wie lange sich eine solche Geldpolitik durchhalten lässt, kann niemand voraussagen, aber eins ist gewiss: Das Ende des gegenwärtigen Manipulationszyklus wird kommen und es wird die Mehrheit der Menschen vollkommen unvorbereitet treffen. 

Und nun zum Nahen Osten: 

Präsident Trump hat am vergangenen Montag einen Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien angeordnet, um den Weg für einen türkischen Angriff auf von Kurden kontrollierte Gebiete freizumachen...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-14-10-2019-brandherde-der-woche-finanzsystem-und-naher-osten/

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Bildhinweis:  khartblanche / Shutterstock

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